Glaubenssatz: Unterschied zwischen den Versionen
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''"Ein Patient hatte die Wahnvorstellung, eine Leiche zu sein, und nahm deshalb keine Nahrung mehr zu sich. <br> Sein Therapeut fragte ihn: 'Bluten Leichen?' <br> Antwort: 'Nein, sie sind blutleer.' <br> Der Therapeut begeistert: 'Dann kann ich Dir beweisen, dass Du keine Leiche bist.' Er sticht den Patienten in den Finger, aus dem auch gleich ein Tropfen Blut quillt. | ''"Ein Patient hatte die Wahnvorstellung, eine Leiche zu sein, und nahm deshalb keine Nahrung mehr zu sich. <br> Sein Therapeut fragte ihn: 'Bluten Leichen?' <br> Antwort: 'Nein, sie sind blutleer.' <br> Der Therapeut begeistert: 'Dann kann ich Dir beweisen, dass Du keine Leiche bist.' Er sticht den Patienten in den Finger, aus dem auch gleich ein Tropfen Blut quillt. | ||
Die Reaktion des Patienten mit erstauntem Gesicht: 'Oh, Leichen bluten doch!'"'' | Die Reaktion des Patienten mit erstauntem Gesicht: 'Oh, Leichen bluten doch!'"'' | ||
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Version vom 24. April 2006, 00:02 Uhr
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[Glaubenssatz, Glaubenssätze, Überzeugungen, Belief, Beliefs]
Glaubenssätze sind Lebensregeln! Nach Robbins ist ein Glaubenssatz, eine Annahme mit einem Gefühl von Sicherheit!
Glaubenssätze, finden wir auf der logischen Ebene IV.
Glaubenssätze sind die Überzeugungen und Leit-Ideen, die Menschen für wahr halten, und als Grundlage ihres alltäglichen Handelns und für den Einsatz ihrer Fähigkeiten anwenden, sie sind Interpretationen und Verallgemeinerungen aus früheren Erfahrungen, individuelle Theorien, warum etwas so und nicht anders ist. Glaubenssätze bestimmen, was wir denken und wahrnehmen, bzw. was wir uns erlauben zu denken und wahrzunehmen, was wir für möglich halten. Glaubenssätze können Berechtigungen (Erlaubnis) aber auch Einschränkungen (Verbote) beinhalten.
Glaubenssätze entstehen durch Gewöhnung - sie werden übernommen (gesagt oder vorgelebt) - oder Prägung (Imprint) - in Signifikanten Emotionalen Ereignissen (S.E.E., Significant Emotional Event) und können auf gleichem Wege verändert werden (Neuprägung, Re-Imprinting).
Anthony Robbins (Das Robbins Power Prinzip) unterteilt "unsere Anschauungen" in der in der Reihenfolge ihrer Stärke in: Meinungen - Glaubenssätze - Überzeugungen (Wissen).
Nach Paul Watzlawick gibt es Wahrheiten erster Ordnung (sehen alle so) und Wahrheiten zweiter Ordnung (sehen nicht alle so).
Glaubenssätze halten wir i.d.R. für so wahr, das es schwer ist sie als solche aufspüren („Es weiß doch wohl jeder, dass…“).
Unter Glaubenssystem (belief system) versteht NLP eine Reihe sich gegenseitig stützender Glaubenssätze.
"Ein Patient hatte die Wahnvorstellung, eine Leiche zu sein, und nahm deshalb keine Nahrung mehr zu sich.
Sein Therapeut fragte ihn: 'Bluten Leichen?'
Antwort: 'Nein, sie sind blutleer.'
Der Therapeut begeistert: 'Dann kann ich Dir beweisen, dass Du keine Leiche bist.' Er sticht den Patienten in den Finger, aus dem auch gleich ein Tropfen Blut quillt.
Die Reaktion des Patienten mit erstauntem Gesicht: 'Oh, Leichen bluten doch!'"
Historisches
Erläuterung
An vielen Ausflugsorten können Sie wunderschöne Holztäfelchen erwerben, mit Aufschriften wie "Trautes Heim", "Glück allein" oder "Daheim ist's doch am schönsten"! Solche Aussagen nennt man im NLP Glaubenssätze (beliefs). Jeder von uns hat eine große Anzahl innerer Holztäfelchen: "Man bekommt im Leben nichts geschenkt!"; "Glück ist unbeständig." "Alte Leute werden krank."; "Man kann nicht immer nur gewinnen."; "Dies ist ein Stuhl." Wenn Sie der Überzeugung sind, gerade einen Text über Glaubenssätze zu lesen, dann ist dies die (Be-)Deutung, die Sie einem bestimmten Phänomen geben: einer Anordnung dunkler Strukturen auf hellen "Hintergrund" - und auch das ist schon wieder eine Intertretation eines Phänomens.
Im erweiterten Sinne ist somit jede Aussage ein Glaubenssatz. (Ist Blau wirklich blau - für jeden? Ist die Erde wirklich eine Kugel - woher weißt du das? Welche Beweise hast du für deine Vergangenheit - oder bist du vielleicht gerade eben mit deiner "Erinnerung" geschaffen worden und mit dir all die anderen Menschen (mit ihrer Erinnerung)? Gibt es dich wirklich - oder träumt dich ein höheres Wesen? ...)!
Glaubenssätze sind das Baumaterial mit dem wir unsere Wirklichkeit stabilisieren. Glaubenssätze zu haben ist völlig Ok, wir brauchen Glaubenssätze, um uns in den Welt zu orientieren. Dem Begriff Glaubenssatz haftet oft ein Markel an, als müßte man Glaubenssätze grundsätzlich auflösen oder verändern. 99% aller Glaubenssätze sind absolut prima und unterstützen uns in unseren (über)Leben!
Glaubenssätze sind weder Gut noch Schlecht, Glaubenssätze können jedoch eher möglichkeitenbegrenzend oder -erweiternd wirken.
Glaubenssätze kann man durch anzweifeln und hinterfragen verändern, durch Zustimmung oder Widersprechen werden sie eher gestärkt. Glaubenssätze vertragen Ausnahmen ("Ausnahmen bestätigen die Regel"): "Geld verdirbt den Charakter - naja mein Freund Kurt - der Millonär - ist eine Ausnahme aber ..."
Glaubenssätze schützen sich gegen Veränderungen durch:
- Nebelwand (Konzentrationsschwäche - "Es ist dunkel" oder "Ich sehe nur noch Nebel")
- In dem Fall fragen: "Willst du wissen was dahinter ist?" wenn klares JA: Ressourcen aufbauen und Nachschauen!
- Fische im Traum ("eingeladene" Projektion)
- Gegen Projektion hilft nur: wach zu sein gegenüber den eigenen Erwartungen und dem Gefühl man wüsste schon was als nächstes kommt!
- Roter Hering (falsche Fährte kurz vor der spannenden Stelle)
- Wenn das geschied: Jetzt nicht!
Glaubenssätze nicht ohne Ökocheck ändern sonst kann es schlechter werden. Erfolgreiche Glaubenssatzänderungen sind verbunden mit deutlichen Emotionen (Grinsen, Lachen, Verwirrung,...).
Wo (Glaubenssatz-)Widerstand ist, ist der Weg - oder nicht. Glaubenssätze nicht ohne Zustimmung ändern.
Welchen Beweis hast du jetzt dafür, dass dein Problem wirklich besteht. Bist du dir wirklich sicher?
Auf einen Glaubenssatz bekommt man starke Reaktionen.
Glaubenssätze erfahren Sie mit den Fragen: Warum? Welche Bedeutung hat das? Wie ist der Zusammenhang?
Satzstrukturen:
Nachdem jeder Satz ein Glaubenssatz ist, gibt es hier eine Fülle von möglichen Formulierungen:
- Typische Glaubenssätze erkennen Sie an:
- Wenn/dann; Es ist; Die Menschen/Das Leben/...; Weil...; X bedeutet y.
- Eine weitere Gruppe von Glaubenssätzen verwenden die Modaloperatoren müssen, sollen und dürfen:
- Ich muß arbeiten (weil ich sonst...). Ich sollte meine Eltern lieben ...
- Ich darf mich nicht fürchten.
- und anderen Formulierungen, die im Meta-Modell unter den Fragen zu Generalisierung und Verzerrung zufinden sind.
Hinweise & Beispiele
Veränderung von Glaubenssätzen geschied bei jeder NLP Intervention. Glaubenssätze verändert man durch Erkenntnis (Verständnis), in Zweifel ziehen oder Verwirrung. Will man gezielt Glaubenssätze verändern, eigenen sich u.a. Sleight of Mouth Pattern, Internale Verhandlungen mit konfliktierenden Glaubenssätzen, Change History oder Change Future sowieReimprinting.
Dilts: Der Mann der wusste dass er eine Leiche ist... Klatschen um Elefanten zu vertreiben..
Übung
(wie halten wir unsere Realität stabil?) woher weißt du was du weißt? Woher weißt du jetzt, das du gestern... und nicht... Wie erinnerst du dich? Woher weißt du das? Sieh das andere so. Bild, Ton, Gefühl fälschen. Submodalitäten fälschen. Anfang der Übung fälschen. Sag dreimal...
Übung zur Mehrung der Wahlmöglichkeiten.
A (100%sicher), b(100% falsch aber währ schön), c(ist mir doch egal)
A und b gleicher Kontext
Gemeinsamkeiten a und b gegenüber c
Mapping across
Integration konfliktierender Glaubenssätze. 2 Glaubenssätze existieren bereits (double binding) Ein Glaubenssatz soll in einen überführt werden. Internale Verhandlungen auf der timeline (gs1:erste Prägung i.d. Vergangenheit und gs2:zukunft oder beide in der Vergangenheit), jeder schritt beginnt mit dem Vergangenheitspunkt - Integration in der Gegenwart, wenn beide punkte i.d. Vergangenheit liegen geht man von punkt a zu b und integriert weiter in die Gegenwart.